Berlin am Ende zu stark

Das war nicht der Start in die Playoffs der Volleyball Bundesliga, den die SWD powervolleys Düren sich erhofft hatten. Mit 0:3 verlieren sie das erste Viertelfinale gegen den Meister Berlin Recycling Volleys. 27:29, 19:25, 14:25 lauteten die Satzergebnisse in der Max Schmeling Halle. Düren hofft jetzt auf das Rückspiel am kommenden Mittwoch um 19 Uhr in der Arena Kreis Düren. Mit einem Sieg kann die Mannschaft von Trainer Stefan Falter ein Entscheidungsspiel erzwingen, im Fall einer Niederlage wäre eine enorm starke Saison im Viertelfinale vorbei.

Berlin steigert sich mit dem Aufschlag deutlich

„Am Anfang hatten wir einfach nur Pech, danach haben wir es nicht mehr verstanden, unsere Aggressivität in positive Energie umzusetzen. Berlin dagegen konnte das immer besser“, sagte Falter. Jetzt werde der Spielstand auf 0:0 gesetzt. „Wir werden zu Hause versuchen, genau die Mischung aus Aggressivität und Cleverness zu finden, die Berlin heute am Ende so stark gemacht hat.“
Im ersten Satz hatte der Meister vor allem mit zwei Netzrollern enormes Glück. Anschließend zwängte Berlin dem Spiel mit seinem Aufschlag seinen Stempel auf. In Satz drei gingen die SWD powervolleys dann im Aufschlaggewitter in der Hauptstadt unter.

Berliner Glück

Eine Hoffnung konnten die SWD powervolleys nach dem ersten Satz haben: Nämlich die, dass die BR Volleys das Glück für das gesamte Viertelfinale am Ende des Durchgangs aufgebraucht haben. Düren führte konstant, kurz vor Schluss 23:20. Berlin egalisiert den Rückstand mit reinem Glück in Form von zwei Netzrollern im Aufschlag. Die SWD powervolleys müssen sich den Vorwurf machen, dass sie bei zwei Satzbällen zweimal den Gegenangriff auf ihrer Seite haben und zweimal nicht erfolgreich sind. Mit dem zweiten Netzroller hat Berlin erstmals Satzball, Sebastian Gevert scheitert im Angriff und Berlin führt trotz bärenstarker Dürener Leistung 1:0.

Dürener Spiel reiß ab

Dass der Meister danach stark in Satz zwei startet hat nicht viel mit Glück zu tun. Samuele Tuia serviert zweimal stark und bringt sein Team mit 8:5 in die Auszeit. In der Folge ist es aber erneut Düren, dass die langen Ballwechsel gewinnt und im Block die Oberhand hat. Langsam, Schritt für Schritt, arbeiten sich die SWD powervolleys zurück, führen nach einem sehr cleveren Gegenangriff von Romans Sauss 17:16. Leider reißt das Dürener Spiel danach ab. Zwei Dürener Angriffe führen zu Berliner Punkten. Aber hauptsächlich sind es die Aufschläge von Jeffrey Jendryk, die den Gästen große Probleme bereiten und das 25:19 für den Meister vorbereiten.

Aufschlaggewitter in der Hauptstadt

Der US-Amerikaner ist es dann auch, der das Spiel zu Beginn des dritten Satzes schnell entscheidet. Bis zum 4:4 ist Düren auf Augenhöhe. Dann steht wieder Jendryk am Aufschlag. Sein taktisches Service bringt keine direkten Punkte, nimmt den SWD powervolleys aber die Möglichkeit, variabel anzugreifen. Das nutzen die Recycling Volleys kompromisslos aus, sie brauchen auch kein Glück mehr. Eine starke Abwehr veredelt Moritz Reichert mit einem mutigen Hinterfeldangriff zum 6:4 für Berlin. Anschließen ist das Berliner Selbstvertrauen maximal. Gegen die Aufschläge von Benjamin Patch und Tuia ist Düren schlicht ohne Chance, beim 7:16 sind die Verhältnisse geklärt, die Gastgeber fahren den Sieg anschließend souverän ein.

 

Zufriedenheit sieht anders aus: Düren hat am Ende in Berlin einen schweren Stand. Foto: powervolleys/Zons