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Düren wird wieder zum Meister-Besieger

Werbung für Volleyball gemacht und zum Start in die Saison 2018/19 auswärts beim Meister gewonnen: Viel mehr geht nicht. In der der Volleyball Bundesliga gewinnen die SWD powervolleys Düren ihr erstes Spiel auswärts beim Meister Berlin Recycling Volleys vor 7000 Zuschauern mit 3:2. 20:25, 25:21, 25:14, 16:25, 15:8 lauteten die Sätze. „Wir haben viele Dinge richtig gemacht, können uns aber noch steigern“, sagte Trainer Stefan Falter und fügte hinzu: „Jetzt dürfen die Jungs ein bisschen feiern. Morgen ist frei.“

Berliner Waffe entschärft

Drei Sätze lang war es Düren gelungen, die stärkste Berliner Waffe zu entschärfen: die physisch so starken Angreifer. „Wenn die gut vorbereitete Angriffe haben, dann kommst du da kaum hin“, sagte Falter. Aber genau das haben die SWD powervolleys oft genug verhindern können, um dann dank starker Abwehr zurückzuschlagen. „Wir haben die Wirkungstreffer zur richtigen Zeit gesetzt“, lobte Falter nach der Partie, die von Sport1 live übertragen wurde.

Eine Tradition bleibt damit ungebrochen: Wenn Berlin und Düren sich duellieren, dann gibt es ein Spektakel.
In Satz eins setzten die Recycling Volleys und die SWD powervolleys direkt den Kurs: Den Sieg gibt er nur über dem Kampf. Bis zum 14:14 ist Düren auf Augenhöhe, gleicht zwei kleine Rückstände wieder aus. Dann drückt der Berliner Neuzugang Samuele Tuia dem Spiel seinen Stempel mit seinem Aufschlag auf. Er lähmt den Dürener Spielaufbau, die nächsten drei Bälle kann der Meister verteidigen und zurückschlagen. Es folgt noch ein kurzer Wackler in der ansonsten starken Dürener Annahme und Berlin ist vorentscheidend auf 21:16 enteilt.

Nadelstich

Beeindruckt hat das Stefan Falters Team nicht. Denn in Satz zwei führen Andrei, Kocian und Co konstant, wenn auch nie deutlich. Den ersten Nadelstich setzen sie zum 20:18 mit einer tollen Abwehr und dem Gegenangriff über Sebastian Gevert. Michael Andrei lässt einen Aufschlag folgen, den die BR Volleys nicht kontrollieren können, Tim Broshog macht mit einem Block den Deckel drauf: 24:19. Fortan hat Düren Rückenwind, beim Meister ist dagegen Flaute. Alle spektakuläre Aktionen entscheidet Düren für sich. Das Ausrufezeichen setzt Romans Sauss mit einem Kracher-Block zum 21:14.

Düren findet das Gaspedal

Danach dreht sich das Spiel, weil Düren die Spannung verliert und Berlin mit dem Aufschlag wieder mehr Druck macht. Düren baut einige Fehler zu viel ein, Berlin verteidigt und greift erfolgreich an und eilt auf 22:14 davon. Trotzdem sind die SWD powervolleys in der Lage, stark aus der schlechtesten eigenen Phase der Partie herauszukommen. „Wir wissen, dass es schwer ist, die Konzentration hochzuhalten, wenn du einen Satz so deutlich gewinnst. Darauf haben wir gelauert“, sagt Michael Andrei. Die SWD powervolleys steigen zu Beginn des Tiebreaks auf das Gaspedal. Andrei und Gevert blocken, ein Berliner Fehler bedeutet das 7:2 für Düren. Der Meister kämpft sich auf 7:9 heran, muss dann aber abreissen lassen. Dürens 20-jähriger Blocker Lukas Maase serviert starke taktische Aufschläge, die seine Mitspieler in Punkte verwandeln.

Einen Tag frei

„Lukas hatte ein bisschen Kreide im Gesicht, als er eingewechselt wurde. Das war schließlich sein erstes Bundesligapsiel. Und dann vor der Kulisse“, sagt Falter. „Das hat er klasse gemacht.“ Das Lob teilte Dürens langjähriger Kapitän Jaromir Zachrich, der als Co-Trainer mit in Berlin war. „Das ganze Team hat viel Druck mit dem Aufschlag gemacht. Das war richtig gut heute.“
Gut war das Spiel auch, weil Düren nach dem verspäteten Start – die SWD powervolleys hatten am ersten Spieltag frei – jetzt wieder eine längere Pause haben bis zum ersten Heimspiel. Das findet am 31. Oktober gegen die Netzhoppers statt.

Großer Jubel nach dem Sieg in Berlin. Foto: powervolleys