Nächstes Heimspiel

  • 00 Tage
  • 00 Std
  • 00 Min
  • 00 Sek

Europapokal: Raus mit Applaus

Endstation Achtelfinale: Der Volleyball-Bundesligist SWD powervolleys Düren scheidet im Europapokal aus. Nach zwei Sätzen im Rückspiel war Endstation. Die hatte der Gast Ziraat Bankasi Ankara mit 27:25 und 25:18 gewonnen. Das reichte dem Starensemble aus der Türkei nach dem 3:0-Sieg im Hinspiel. Aber weil es das Wort Aufgeben in Düren nicht gibt, kämpften die SWD powervolleys weiter und zwangen die Gäste noch in den Tiebreak. 25:19, 25:23, 9:15 lauteten die letzten Sätze für Düren in der europäischen Jubiläumssaison. Es war die zehnte internationale Saison insgesamt.

Zunächst beeindruckt

Zu Beginn des ersten Satzes hatte Düren in der Annahme der gegnerischen Aufschläge zu kämpfen. Die Türken nutzen es geschickt aus, dass auf Dürener Seite die beiden Routiniers Dirk Westphal und Romans Sauss verletzungsbedingt fehlten. 1:6 hieß es schnell aus Dürener Sicht. Möglicherweise war Düren zunächst auch ein wenig beeindruckt. Zwar fehlte bei Ankara Superstar Bartos Kurek aus Polen. Allerdings hatte der türkische Meister nachgelegt und mit dem italienischen Nationalspieler Oleg Antonov einfach einen anderen Star verpflichtet.

Konarskis Aufschläge

Allerdings biss sich das Dürener Team in den Satz zurück. Mit guter Abwehr und einem kompromisslosen Marvin Prolingheuer im Angriff glichen sie immer wieder aus: 18:18, 20:20. Am Ende war es mit Ankaras Spielmacher Ulas ein anderer großer Name des Volleyballs, der den Satz mit einem Block für sein Team sicherte.

Teuer verkauft: Julius Firkal und die SWD powervolleys machen Ankara das Leben schwer. Foto: powervolleys

Zu Beginn von Satz zwei keimte Hoffnung auf in der Arena Kreis Düren. Düren blieb mutig, führte 8:3. Bis der nächste Star im Trikot der Türken zuschlug, der polnische Weltmeister Dawid Konarski. Mit zwei Aufschlagserien drehte er den Satz fast im Alleingang. Düren war getroffen, konnte aufgrund des Verletzungspechs nicht wechseln. Damit war die Entscheidung um den Einzug in das Viertelfinale gefallen.

Düren setzt die Akzente

Die Lust aufs Spielen war den Gastgebern aber nicht vergangenen. Beide Team wechselten, bei Ankara blieb die geballte Angriffspower mit Kaliberda, Konarski und Antonov allerdings auf dem Feld. Trotzdem waren es jetzt die SWD powervolleys, die die Akzente setzen. Am Ende dominierte der Block, zuerst mit Tim Broshog und Michael Andrei, dann mit dem eingewechselten Kapitän Jaromir Zachrich. Der ebenfalls eingewechselte Edvards Buivids steuerte ein Ass bei und Düren feierte den Satzgewinn mit 25:19.

Weiter mutig

Die SWD powervolleys blieben mutig. Obwohl Ankara die Intensität wieder nach oben schraubte, hielt Düren dagegen, war am Ende des Satzes auf Augenhöhe und jubelte, als Buivids mit einem erfolgreichen Gegenangriff den Tiebreak erzwang. „Wir sind mit viel Energie von der Bank gekommen“, sagte Spielmacher Gilles Braas, der ab Satz drei ebenfalls auf dem Feld war. „Und darauf, dass wir Ankara in den Tiebreak gezwungen haben, können wir uns was einbilden. Denn da hatten die sicher keine Lust drauf.“

Allerdings spielte der große Favorit aus der Türkei am Ende wieder seine Klasse aus. Jetzt war es Oleg Antonov, der mit seinem Aufschlag zu viel Druck ausübte. Düren musste reißen lassen und einem starken Gegner am Ende zum Einzug in die nächste Runde und zum Sieg gratulieren.