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Internationale Botschafter

Die neue Saison in der Volleyball Bundesliga startet für die SWD powervolleys Düren direkt mit einem Knaller: Zum Auftakt empfängt das Team um den neuen Trainer Stefan Falter in der Arena Kreis Düren den deutschen Meister Berlin Recycling Volleys. Anpfiff ist am Samstag um 19.30 Uhr. Dann beginnt für Düren die 22. Spielzeit in Folge in der Bundesliga.

Es ist auch die zehnte Saison, in der die Volleyballer ihre Stadt und ihren Kreis international im Europapokal vertreten. Der Gegner im CEV-Cup steht noch nicht fest, der Termin für das erste Spiel zumindest grob: zwischen dem 5. und 7. Dezember, Spielbeginn ist um 19 Uhr.

„Ein Glücksfall“

„Unsere Volleyballer sind für die Stadt und für den Kreis Düren ein Glücksfall“, sagt Wolfgang Spelthahn, der Landrat des Kreises Düren, der die Schirmherrschaft über die zehnte Saison im Europapokal übernommen hat. „Das Team vertritt uns als positiver Botschafter nach außen und innen.“ Auch jenseits des Sports sieht Spelthahn in den SWD powervolleys Düren einen wichtigen Botschafter. „In Zeiten, in denen Abschottung und Intoleranz um sich greifen, ist der Sport die internationale Sprache, die alle verstehen. Wir im Kreis Düren treten ein für Internationalität.“

Das bestätigt der sportliche Leiter der Dürener Volleyballer, Goswin Caro: In zwölf Ländern seien Dürens Volleyballer im Europapokal bisher angetreten. Für Düren haben mit den Jahren Volleyballer aus 27 Nationen gespielt. „Sie alle sind irgendwann in ihre Länder zurückgekehrt und haben positive Eindrücke weitergegeben.“

Europapokal-Etat

Damit das möglich wird, haben sich Sponsoren zusammengetan, um einen gesonderten Etat für den Europapokal aufzustellen. „Dank unserer Europapokal-Partner können wir dieses Abenteuer in Ruhe angehen“, sagt Gesellschafter Erich Peterhoff und richtet seinen Dank an die Dürener Stadtwerke, die Sparkasse Düren, die Firma gepe Gebäudedienste Peterhoff GmbH, die Firma Sihl, die Allianz und die Indeland GmbH, die den Europapokal bisher möglich machen. „Ansonsten wäre das für uns der Fluch der guten Taten“, sagt Geschäftsführer Rüdiger Hein und spielt auf die spannenden, aber auch kostenintensiven Jahre in der Champions League 2005 bis 2007 an.

Das Abtragen der damals entstandenen Schulden läuft seit über zehn Jahren und ist mittlerweile so gut wie abgeschlossen – komplett aus eigener Kraft, ohne Entschuldung zulasten der Allgemeinheit. Auch das ist dem tragfähigen Netz der Dürener Unterstützer zu verdanken.

Sie blicken der neuen Saison und dem zehnten Start im Europapokal entgegen: (von links) Erich Peterhoff (Gesellschafter), Rüdiger Hein (Geschäftsführer), Wolfgang Spelthahn (Landrat), Stefan Falter (Trainer), Jaromir Zachrich, Stijn d’Hulst, Michael Andrei (Spieler) und Goswin Caro (sportlicher Leiter). Foto: powervolleys

Internationaler Vergleich

„Es ist wichtig, sich international zu vergleichen“, sagt der neue Spielmacher der SWD powervolleys, Stijn d’Hulst aus Belgien. Der Zuspieler weiß, wovon er spricht. Mit Roeselare hat er sechs Jahre in Folge in der Champions League gespielt. „International zu spielen ist eine Erfahrung, die der Mannschaft als Ganzes weiterhilft. Es gibt nur starke Gegner, jeder muss sich beweisen.“ Sportlich, aber auch menschlich würde eine Mannschaft enger zusammenrücken, wenn sie sich mit Teams aus anderen Ländern misst. Das sei notwendig, um in einer immer stärker werdenden Bundesliga konkurrenzfähig zu sein.