Pokal-Halbfinale in Friedrichshafen

Der Weg nach Mannheim führt über Friedrichshafen: Der Volleyball-Bundesligist SWD powervolleys Düren tritt am Donnerstag (18 Uhr, live auf Sport1 in der Konferenzschaltung) zum Pokalhalbfinale beim VfB Friedrichshafen an. Damit ist der Weg zum Pokalfinale in Mannheim enorm steil. Der VfB ist Titelverteidiger und geht als Favorit in die Partie.

Friedrichshafener Stärken

Das liegt nicht nur an der hinlänglich bekannten Spielstärke der Friedrichshafener, sondern auch am Spielplan der Dürener. Sie treten zum zweiten Mal innerhalb von einer Woche am Bodensee an. Das Liga-Auswärtsspiel eine Woche zuvor verloren die SWD powervolleys 1:3. Seitdem hat Düren noch zwei weitere Pflichtspiele absolvieren müssen. Zeit zur gezielten Vorbereitung auf eine der schwersten Aufgaben überhaupt ist da zu wenig geblieben, genau so sieht es um die Möglichkeit zur Regeneration aus. Bei einem der wichtigsten Spiele der Saison kann Düren nicht mit vollen Akkus antreten. Das Halbfinale wird eine Frage des Willens, der stärker sein muss als die müden Knochen.

Konsequenter und mutiger

Die SWD powervolleys waren phasenweise auf Augenhöhe mit dem VfB im Ligaspiel, Satz eins dominierten sie sogar. In Satz drei war mehr möglich, allerdings agierte die Mannschaft zu zögerlich, nachdem sie sich die Chancen erarbeitet hatte, in der entscheidenden Phase des Satzes im Gegenangriff zu punkten. „Da müssen wir konsequenter und mutiger sein. Alles andere ergibt gegen Friedrichshafen keinen Sinn“, sagte Trainer Stefan Falter schon in der vergangenen Woche.

Im Pokal-Halbfinale ans Limit gehen

Die Aufgabe ist schwer, weil der Gegner in Sachen Annahme und Abwehr zum Besten gehört, was Europa zu bieten hat und zudem wenig Fehler macht. Unmöglich ist es aber nicht, den VfB in eigener Halle zu bezwingen. Die SWD powervolleys haben selbst festgestellt, dass sie den Favoriten in Bedrängnis bringen können, wenn sie selbst am Limit spielen. Noch ein bisschen mehr Mut – vielleicht ist dann am Bodensee ein bisschen mehr drin.

Gegen die starken taktischen Aufschläge des VfB muss die Dürener Annahme stehen. Foto: powervolleys