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Zurück in der Erfolgsspur

3:0 gewonnen und trotzdem ein Spiel auf des Messers Schneide gespielt: So lautet das Fazit des jüngsten Spieltages aus Sicht des Volleyball-Bundesligisten SWD powervolleys Düren. 27:25, 26:24, 27:25 lauten die Satzergebnisse des Auswärtsspiels bei den Netzhoppers Solwo Königspark Königs Wusterhausen. Düren behauptet mit dem ersten Sieg nach drei knappen und unglücklichen Niederlagen Platz vier in der Tabelle.

Ohne Westphal und Sauss

Groß waren die Unterschiede nicht beim Aufeinandertreffen mit den Netzhoppers. „Der Gegner hat sich hinten raus mit Fehlern selbst das Leben schwer gemacht. Wir nicht“, beschrieb Trainer Stefan Falter den vermutlich entscheidenden Unterschied. Beide Teams hatten Probleme in einer Partie, die von einem starken Aufschlagspiel auf beiden Seiten geprägt war. Düren, das erneut auf seine zwei routinierten Außenangreifer Romans Sauss und Dirk Westphal verzichten musste, – die beiden Jüngsten Julius Firkal und Karli Allik spielten durch – leistete sich auch Phasen mit Fehlern. Die passierten aber nie am Satzende. Falter lobte die Coolness seines Teams. „Dass Julius und Karli hier und da zu kämpfen haben, es am Ende aber trotzdem schaffen, tut den beiden sicher gut. Und damit der gesamten Mannschaft“, sagte Falter.

Neustart nach 12:17

Bis zur ersten technischen Auszeit in Satz eins war die Welt für Düren in Ordnung. Julius Firkal blockte Björn Andrae zum 8:7. Doch dann ließen die SWD powervolleys reißen, Netzhoppers-Zuspieler Luke Herr leitete mit seinen Aufschlägen, die er immer wieder geschickt zwischen Firkal und Allik platzierte, eine Serie für sein Team ein. Düren produzierte Fehler, kassierte ein Ass und lag schnell 9:13 hinten. „Wir haben uns da teilweise zu sehr von den wirklich starken Aufschlägen der Netzhoppers beeindrucken lassen“, analysierte Falter. Trotzdem gelang seinem Team der Neustart beim 12:17-Rückstand. Fehler reduziert, Bälle in der Abwehr gekratzt und im Angriff mehrfach clever gepunktet – so kamen die SWD powervolleys zurück. Allik spielte den Netzhoppers-Block zum 16:19 geschickt an. 19:20 hieß es nach zwei Fehlern der Gastgeber. Und dann brachte Marvin Prolingheuer jeden wichtigen Angriff im Feld des Gegners unter, so auch die Gegenangriffe zum 21:21 und 22:21. Am Ende war es dem eingewechselten Edvads Buivids vorbehalten, den Satz mit einem kurzen Ball hinter den gegnerischen Block zu sichern.

Kopf an Kopf mit den Netzhoppers

Das Ende von Satz eins sollte ein Muster sein für die restliche Partie: Es blieb eng, sehr eng. Einen 5:2-Vorsprung, den Düren mit guten Aktion von Julius Firkal heraus spielen konnte, hatte keinen Bestand. Zum 13:13 waren die Gastgeber wieder da und servierten zur 18:17-Führung ein Ass. Stijn D‘Hulst sorgte mit seinem Aufschlag für das 19:18 für Düren, das 19:20 aus Dürener Sicht resultierte aus einem Netzhoppers-Gegenangriff. Kurz danach führte wieder Düren, als Michael Andrei einen zu lang geratenen Ball der Gastgeber zum 22:21 ins Feld stopfte. Jetzt hatte das Hin und Her in Sachen Führung ein Ende. Zum 25:24 hatte D‘Hulst das seltene Vergnügen, selbst anzugreifen. Und er punktete. Danach war es wieder Prolingheuer, der zuverlässig verwandelte. Und weil er das bei einem Gegenangriff beim Satzball tat, fuhr er damit den zweiten Durchgang mit 26:24 für Düren ein.

Wichtige Erfahrungen

In Satz drei war die Chance da, das Spiel mit weniger strapazierten Nerven zu gewinnen. Ab der Satzmitte führten die SWD powervolleys ständig, 14:12 hieß es nach einem Firkal-Aufschlag. Das 21:18 besorgte Prolingheuer mit einem Block. Bis zum 24:21 hielt die Führung, dann wackelte der Dürener Spielaufbau dreimal, daraus resultieren drei Netzhoppers-Punkte. Trotzdem jubelt am Ende Düren über den Gewinn des Satzes und damit des Spieles, weil ein Abstimmungsfehler das Schicksal der Brandenburger in dieser Partie besiegelt. „Sie waren in diesem Jahr schon oft nah dran. Aber dann passieren ihnen am Ende ein, zwei Fehler, die folgenschwer sind“, sagte Falter über die aus Sicht der Netzhoppers unglückliche Niederlage. Düren produzierte diese Fehler auch, vor allem die beiden Jüngsten Firkal und Allik waren davor nicht gefeit. „Aber sie zeigen dann auch, dass sie trotzdem schon die nötige Coolness besitzen und kaum Fehler machen, wenn es Spitz auf Knopf steht“, sagte Falter. „Das sind wichtige Erfahrungswerte für so junge Spieler.“

Erleichterung groß, der Jubel ebenfalls: Düren gewinnt 3:0 bei den Netzhoppers. Foto: powervolleys