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Zwei hochklassige Heimkehrer

Foto: powervolleys

Der Volleyball-Bundesligist SWD powervolleys Düren besetzt zwei Schlüsselpositionen für die kommende Saison 2018/19 mit zwei bekannten Namen neun. Vom Pokalsieger VfB Friedrichshafen wechselt Spielmacher Tomas Kocian (30) zurück nach Düren, vom belgischen Meister Noliko Maaseik kehrt Hauptangreifer Sebastian Gevert (29) heim. Sie ersetzen Stijn D‘Hulst und Marvin Prolingheuer, die Düren verlassen. „Wir sind sehr froh, dass es uns gelungen ist, zwei Spieler zurückzuholen, die bei uns früher schon wichtige Leistungsträger waren und die sich seitdem noch einmal weiterentwickelt haben“, sagt der sportliche Leiter Goswin Caro über die Heimkehrer.

Führungsrolle

Kocian und Gevert treten beide mit dem Anspruch an, im neuen Team eine Führungsrolle zu übernehmen. „Als ich vor sieben Jahren als unbekannter Spieler aus der 2. Liga nach Düren gewechselt bin, habe ich viel von meinen erfahrenen Mitspielern gelernt. Jetzt will ich den jüngeren Spielern etwas mitgeben“, erklärt Kocian. Zu vermitteln hat der 30-Jährige einiges. In seinen drei Jahren in Friedrichshafen waren Stelian Moculescu und Vital Heynen seine Trainer, beide früher hochklassige Zuspieler, beide ehemalige Bundestrainer.

Titel gesammelt

Beide Spieler haben Titel gesammelt, Kocian wurde mit dem VfB zweimal Pokalsieger, Gevert gewann zuerst in Tschechien mit Budějovice und dann in Belgien mit Maaseik die Meisterschaft. „Tomas und ich haben zuletzt häufiger darüber gesprochen, dass es uns großen Spaß machen würde, wieder zusammen zu spielen. Dass das jetzt in Düren genau so kommt, freut mich sehr“, sagt Gevert.

Publikumslieblinge

„Das ist ein sehr positives Signal, dass zwei so erfolgreiche Spieler den Weg zurück nach Düren finden. Beide haben hier in Düren zu den Publikumslieblingen gehört. Dass sie jetzt zurück sind, freut uns als Namensgeber sehr“, sagt Heinrich Klocke, der Geschäftsführer des Sponsors Stadtwerke Düren. Die Heimkehrer haben ehrgeizige Ziele. „Die Konkurrenz in der Bundesliga wird immer stärker“, schildert Gevert seine Beobachtungen. „Da ist es eine spannende Herausforderung, dafür zu arbeiten, dass wir mit Düren möglichst weit oben mitspielen können.“

Fotos: powervolleys

Heimkehrer

Für beide Spieler ist die Rückkehr nach Düren auch eine Heimkehr, beide sind mittlerweile hier familiär verwurzelt, beide haben in ihren früheren Jahren im Trikot der SWD powervolleys positive Erfahrungen gemacht. „Ich kenne den Verein und die Verantwortlichen gut. Der Kontakt ist nie abgerissen. Wir hatten immer ein Verhältnis voller Wertschätzung. Düren ist für mich jetzt das perfekte Paket, um mein Privatleben mit meinem sportlichen Ehrgeiz zu verbinden“, schildert Kocian einen seiner Beweggründe dafür, dass er nach 2011 und 2014 ein drittes Mal zurückkehrt.
„Für uns kam die Möglichkeit wie gerufen, zwei so hoch angesehene Spieler zurückzuholen, als klar war, dass Stijn D‘Hulst und Marvin Prolingheuer uns verlassen“, erläutert Gesellschafter Erich Peterhoff.

Ins Ausland

Prolingheuer verfolgt seinen lang gehegten Wunsch, im Ausland zu spielen, mit D‘Hulst sind die Verantwortlichen bei den Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung nicht übereingekommen. „Wir hätten mit beiden gerne verlängert, weil wir von ihnen überzeugt sind. Beide hatten aber andere Ideen. Das sind ganz normale Vorgänge im Profisport“, sagt Peterhoff und betont, dass die Rückkehr von Gevert und Kocian alles andere als eine 1B-Lösung ist. Trainer Stefan Falter stimmt dem zu. „Ich war am Anfang sogar ein wenig skeptisch, ob es realistisch ist, die beiden zurückzugewinnen, weil sie sich so stark weiterentwickelt haben“, fügt Falter an. Weiter bedankt er sich bei den beiden Abgängen. Marvin Prolingheuer hat vier Jahren in Düren gespielt, Stijn D‘Hulst in der vergangenen Saison. „Stijn war in der vergangenen Saison sicher einer der besten Spielmacher in der Bundesliga. Und bei Marvin können wir uns gar nicht genug dafür bedanken, dass er so viel Verantwortung übernommen hat“, sagt Falter.

Türen stehen offen

„Die Entscheidung ist mir sehr schwergefallen“, erklärt Prolingheuer. „Düren war der perfekte Ort für mich, um Ausbildung und das Sammeln von Berufserfahrung mit Spitzen-Volleyball zu verbinden. Ich werde dieses Jahr 28 und sage mir: Jetzt ist es an der Zeit, was Neues zu probieren. Im Ausland zu spielen war immer schon mein Wunsch. Ich will am Ende meiner Karriere nicht feststellen, dass dieser Wunsch nie in Erfüllung gegangen ist.“ Dass er es Gevert und Kocian irgendwann vielleicht gleichtut und nach Düren zurückkehrt, schließt Prolingheuer nicht aus. „Ich bin sehr froh, dass man mir eindeutig gesagt hat, dass die Türen immer offen stehen.“