SWD powervolleys Düren – zur Startseite

Spielbericht Nach dem nächsten Drama im Halbfinale

3:2 nach 155 Minuten in Giesen: Ein angeschlagenes Düren kämpft sich ins Halbfinale um die deutsche Meisterschaft.

· 2 Min. Lesezeit

Spieler der SWD powervolleys feiern gemeinsam mit dem Maskottchen.

Die SWD powervolleys Düren stehen im Halbfinale um die deutsche Meisterschaft. Nach dem 3:1 im Heimspiel gewinnen sie auch das Rückspiel bei den Helios Grizzlys Giesen – nach 155 Minuten Drama mit 3:2 (25:20, 23:25, 24:26, 25:23, 17:15). Ein angeschlagenes Düren bot den Grizzlys mit einer unerschrockenen, kämpferischen Leistung die Stirn. Im Halbfinale wartet der Sieger der Serie zwischen der SVG Lüneburg und den WWK Volleys Herrsching.

Den Rückschlägen getrotzt

Der Sieg wiegt umso schwerer, weil Düren viele Rückschläge wegstecken musste. Nach Zac Hutcheson fiel kurzfristig auch Leistungsträger Robin Baghdady mit Rückenproblemen aus. Trainer Christophe Achten hatte mit Ryan Poole nur einen gelernten Außenangreifer für zwei Positionen und musste improvisieren: Zuerst sprang Mittelblocker Kyle Paulson ein, ab dem vierten Satz Diagonalangreifer Jordan Canham. Das seien die letzten Karten gewesen, und sie hätten trotz aller Schwierigkeiten funktioniert, sagte Achten. Am Ende entschied Canham die Serie mit einem Ass.

Dazu kamen die knapp verlorenen Sätze zwei und drei, die Düren hätte gewinnen können. Doch das Team wehrte sich, kam zurück und gewann.

Im Liegen verteidigt

Neben Canham war Ryan Poole in den Sätzen vier und fünf bei allen schwierigen Bällen zur Stelle. Einen Schub gab auch der eingewechselte Philipp Lauter, der mit seinem Block wichtige Punkte machte. Typisch für das Spiel war der Punkt zum 12:9 im Tiebreak: Einen Giesener Versuch, den Ball direkt ins Dürener Feld zu stopfen, wehrte Canham im Liegen ab, Poole verwandelte den schwierigen Angriff danach.

Ein Sieg der Mentalität

Geschäftsführer Tomas Kocian-Falkenbach lobte nach dem Spiel die Mentalität des Teams. Wer in so einem Spiel und vor dieser Kulisse ohne die richtige Einstellung antrete, gehe unter. Er räumte ein, dass der zweite Sieg unter diesen Voraussetzungen nicht eingeplant war. Die Leistung zeige, wie geschlossen das Team sei und dass es gute Volleyballer habe, die auch auf anderen Positionen helfen können.

Achten gab seinem Team eine kurze Feier-Freigabe, danach gilt der volle Fokus dem Halbfinale. Mit dieser Mentalität könne das Team etwas bewegen, lautete sein Fazit.

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