So gut wie nichts anbrennen lassen

Angeschlagen, aber trotzdem erfolgreich: In der Volleyball Bundesliga gewinnen die SWD powervolleys Düren ihr Auswärtsspiel gegen den ASV Dachau mit 3:0. 25:14, 25:7, 26:24 lauteten die Satzergebnisse in der kleinen Dachauer Halle. In der Tabelle bleibt Düren Sechster. Das Team dominiert zweieinhalb Sätze lang drückend. Nur der dritte Satz wird am Ende noch mal eng, weil die SWD powervolleys zu früh den Fuß vom Gaspedal nehmen.

Düren, hier mit Michael Andrei und Dimitrios Mouchlias, zeigte sich in Dachau im Blockspiel kompromisslos. Foto: Herzum

Block-Dominanz

Die Statistik ist aussagekräftig: Dachau blockt einmal, Düren punktet zehnmal so oft. Im Aufschlag servieren die Gäste 14 Asse. Allein sieben davon gehen auf das Konto von Marcin Ernastowicz, der am Ende zum wertvollsten Spieler gewählt wurde.

Düren war ohne Robin Baghdady (Ellbogen-Probleme) und den erkrankten Sebastian Gevert nach Dachau gereist. Das Trainer-Duo Björn-Arne Alber und Tomas Kocian-Falkenbach hatte das Personalkarussell gedreht und startete mit CJ Gavlas im Zuspiel.

Hoher Aufschlagdruck

Nach einem Angriffsfehler zu Beginn bringt Luuc van der Ent sein Team mit guten Aufschlägen 3:1 in Führung. Dann packt Düren mehrfach mit dem Block zu, zudem kämpfen die Gastgeber mit dem Aufschlagdruck der Gäste und ihrer niedrigen Hallenhöhe. Nach der ersten langen Rallye, die Frixos Kotsakis mit einem Angriff für Düren beendet, steht es schnell 13:6 für die SWD powervolleys. Danach zieht Düren das Spiel konsequent durch. In jedem Element ist das Team besser, vor allem der Block bringt die Dachauer zu Verzweiflung. Beim Block zum 21:10 ist alles längst entschieden.

Höchststrafe für junge Dachauer

Marcin Ernastowicz macht danach weiter, wo er Ende des ersten Satzes aufgehört hat: mit starken Aufschlägen und guten Abwehraktionen, die das 4:0 bedeuten. Er schlägt weiter auf, sorgt für großes Unheil bei den Gastgebern, weil Dachaus Trainer Patrick Steuerwald beim 9:0 für Düren schon seine zweite Auszeit nehmen muss. Erst zum 10:1 dürfen die Dachauer erstmals im zweiten Satz punkten. So früh war noch kein Satz entschieden in dieser Saison. Und Düren bleibt am Drücker, diesmal mit starken Aufschlägen von Dimitrios Mouchlias, die das für Dachau demoralisierende 15:2 bedeuten. Jede Gegenwehr, die Dachau phasenweise zeigt, machen die SWD powervolleys mit guter Abwehr und starken Gegenangriffen zunichte. Am Ende gibt es die Höchststrafe für das junge Team aus Bayern, denen die Gäste nicht einmal zehn Punkte gönnen, sondern den Satz mit 25:7 beenden.

Zu früh in den Verwaltungsmodus

Bis zum 3:3 gibt es ein Spiel auf Augenhöhe, das Kapitän Michael Andrei dann aber beendet – mit einem Block und einem ins Feld gestopften Ball führt Düren 6:3. Jetzt kann sich Düren aber nicht absetzen: Die Gäste wehren sich, die SWD powervolleys produzieren unglücklich zwei Angriffsfehler und führen nur 12:9. Ein Ernastowicz-Ass und ein Kotsakis-Gegenangriff bedeuteten das 14:9. Weil Kotsakis stark aufschlägt, führt Düren 19:12. Danach geht das Team in den Verwaltungsmodus, lässt einige unnötigen Punkte zu. Es wird sogar noch mal knapp, weil Düren komplett die Spannung verloren hat und zum 23:24 einen einfachen Aufschlag der Dachauer ins Feld tropfen lässt. Danach blocken die Bayern erstmals überzeugend und gleichen zum 24:24 aus. Aber sie leisten sich auch den nächsten Fehler im Angriff, der den Satz mit 26:24 und das Spiel mit 3:0 für Düren besiegelt.