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Am Friedrichshafener Block gescheitert

14. Januar 2026

Kyle Paulson punktet im Angriff gegen den VfB Friedrichshafen. Foto: powervolleys

In der Volleyball Bundesliga lassen die SWD powervolleys Düren eine große Chance liegen. Sie verlieren ihr Heimspiel gegen VfB Friedrichshafen mit 2:3. Statt acht Punkten Vorsprung auf Platz vier sind es derer jetzt nur vier. Der Rückstand auf den Zweiten Berlin ist mit der Niederla-ge auf vier Punkte angewachsen. 34:32, 21:25, 25:23, 19:25, 12:15 lauteten die Satzergebnisse nach 165 Minuten Volleyball-Spektakel. Das 2:3 bedeutet zudem die erste Heimniederlage in dieser Saison.
Düren scheitert vor allem am Block des VfB, der im vierten und fünften Satz entweder direkt punktet oder viele Chancen zum Gegenangriff für die Gäste ermöglicht. „Wir haben jetzt zwei-mal 2:3 verloren. Das ist bitter“, sagte Trainer Christophe Achten, auch mit Blick auf die Nieder-lage am Sonntag in Berlin. Dem Gegner vom Bodensee zollte er Respekt. „Es wirkt in vielen Pha-sen so, als hätte der VfB mehr Energie auf dem Feld als wir.“

Des Dramas erster Akt

Zu Beginn lag Düren noch kurz vorne. Danach übernahm der Gast das Kommando. Zweimal blockten sie stark gegen Dürens Schnellangriffe. Auch im Aufschlag machten sie mehr Druck, während Düren hier mehr Fehler produzierte. Und VfB-Spielmacher Aleksa Batak gelang es, sei-nen Angreifern viele gute Punktchancen zu servieren. In der Satzmitte waren die Gäste fünf Punkte weg, kurz vor der Ziellinie immer mit dreien bei 21:18. Aber Düren kam zurück, weil es jetzt mit Block- und Feldabwehr mehr Zugriff hatte und seine Chancen im Gegenangriff nutzen konnte. Ab jetzt war es lange Zeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit wechselnden Führungen beim Satzball. Die Entscheidung fiel spät. Beim 32:32 verteidigte Libero Troy Gooch einen heftigen VfB-Angriff. Robin Baghdady nutzte die Chance im Gegenangriff zum 33:32. Und dann beendete Siebe Korenblek den Satz mit einem Ass.
Mehr Sicherheit brachte das dem Spiel der SWD powervolleys nicht. Da halfen auch die zwei Blockpunkte von Siebe Korenblek zum frühen 5:2 nicht. Der VfB – ersatzgeschwächt angetreten, weil unter anderem Libero Lenni Graven fehlte – wirkte als Team kompakter und machte weni-ger Fehler. Zwei Dürener Fehler im Angriff bedeuten das 9:9. Bis zur Satzmitte waren die Teams auf Augenhöhe. Dann wackelte Düren in der Annahme, der VfB nutzte das zur 20:17-Führung. Mit einem starken Block zum 25:21 machten sie den Sack zu.

Fünf-Punkte-Rückstand aufgeholt

Nach der Satzpause machte der VfB da weiter, wo er stark aufgehört hatte. Dürens Annahme funktionierte nicht, der VfB blockte und Batak legte ein Ass zum 6:1 für sein Team nach. Jordan Canham konterte mit einem Ass zum 6:9, Robin Baghdady nutzte einen Gegenangriff zum 9:11. 12:12 hieß es, als Zuspieler Joris Berkhout stark verteidigte und erneut Robin Baghdady die Chance nutzte. Bemerkenswert waren die folgenden Bälle. Jordan Canham traf den VfB mit starken Aufschlägen und verteidigte den Ball anschließend, sodass Mittelblocker Kyle Paulson den Punkt mit einem Trickangriff machte, den er hinter seinem Kopf zum 16:14 abschlug. Das Spektakel schwoll an beim nächsten Ballwechsel, in dem das gesamte Dürener Team mehrfach spektakulär verteidigte und Ryan Poole einen lautstark gefeierten Block setzte. Jordan Canham verdient sich mit seinem starken Aufschlag die Chance zum Gegenangriff, die er zum 19:15 selbst nutzte. Trotzdem ließ der VfB nicht abreißen. Mit einem Ass und einen mutigen Gegen-angriff verkürzte er auf 20:22 und direkt danach mit einem Gegenangriff zum 21:22. Die Moral der Gäste wurde nicht belohnt, denn Düren spielte den kleinstmöglichen durch zum 25:23.

Der VfB übernimmt

In der Folge gelang es den Gastgebern nicht, dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken. Der VfB verhinderte das, weil er im ersten Kontakt, also dem Aufschlag oder der Annahme der gegneri-schen Aufschläge sicher stand. Zu Beginn wechselte die Führung häufig. Mal war Düren zwei Punkte vorne, mal der VfB. Dann waren es die Gäste, die mehrere Wirkungstreffer in kurzer Zeit setzen konnten. Zuerst mit einem Ass zum 13:11, dann mit guter Abwehr und einem Gegenan-griff zum 14:11. Es folgte die Bälle des Häfler Blocks. Dreimal räumten sie Dürens Angreifer auf dominante Weise ab. Auch zum 19:13 war der Block des VfB zur Stelle. Er bremste den Dürener Angriff, den Rest besorgte das Team mit einem konsequenten Gegenangriff. Christophe Achten wechselte sein Team durch. Den Gast brachte das nicht vom Kurs in Richtung Tiebreak ab.

Eine Ende mit Block

Der Block der Gäste blieb das große Thema, denn zum 4:2 räumten sie den nächsten Dürener Angriff ab. Zunächst bleibt der Satz trotzdem eng, weil Robin Baghdady zum 7:7 ausgleichen kann. Es folgt ein Dürener Lauf, der das Spiel zu entscheiden scheint. Petteri Tyynismaa stopft eine verunglückte Annahme ins Feld des VfB, danach blockt er zum 9:7. Robin Baghdady legt einen Block zum 10:7 nach. Die Halle tobt und das Dürener Spiel setzt aus. In der Folge haben die SWD powervolleys massive Probleme in der Annahme und wackeln sowohl gegen harte Sprungaufschläge, als auch danach gegen taktische Aufschläge. So gleicht der VfB zum 10:10 und ist nach einem Dürener Netzfehler mit 12:11 vorne. Ein erfolgreicher Gegenangriff und – wie sollte es anders sein – ein Block der Gäste beenden das Spiel.

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