Der erste Auswärtssieg

Vierter Sieg im fünften Bundesliga-Spiel und erster Auswärtssieg für die SWD powervolleys in dieser Saison: Düren gewinnt mit 3:1 bei der SVG Lüneburg. 25:20, 25:23, 22:25, 25:23 lauten die Satzergebnisse einer Partie, die die SWD powervolleys teilweise deutlich dominiert und trotzdem deutlicher hätte gestalten können und in der die SVG Lüneburg gute Moral bewiesen hat. „Wir haben unser Ziel erreicht, weil wir drei Punkte mitnehmen gegen einen Gegner, der vor allem zu Hause stark spielt“, sagt Dürens Trainer Rafał Murczkiewicz. Dass sein Team im zweiten und vierten Satz deutliche Führungen verspielt hat und am Ende nur knapp die Oberhand behalten konnte, sieht Murczkiewicz nicht unbedingt als Kritikpunkt.

„Wir haben unser Ziel erreicht, weil wir drei Punkte mitnehmen gegen einen Gegner, der vor allem zu Hause stark spielt“, sagt Dürens Trainer Rafał Murczkiewicz.

„Wir waren besser. Aber es ist nicht so, dass du gegen ein Team wie Lüneburg davon ausgehen kannst, ständig die Oberhand zu haben. Sie haben am Ende alles riskiert, wir waren trotzdem erfolgreich.“ Vor allem mit dem Aufschlag ist Düren wenigstens über drei Sätze druckvoller. Zudem übernimmt Marcin Ernastowicz am Ende der Partie erfolgreich viel Verantwortung.

Zeit für Jubel: Die SWD powervolleys feiern den hart erkämpften Sieg in Lüneburg. Foto: powervolleys

Gevert trumpft im Satzfinale auf

Satz eins ist von Anfang an hart umkämpft. Zweimal kommen die die SWD powervolleys zurück von einem kurzen Rückstand. Nach einem Ass von Tim Broshog und einen Angriffsfehler der Gastgeber führt Düren 8:6, muss aber nach einem Lüneburger Block das 9:9 hinnehmen. Nach einem Ass von Sebastian Gevert führt Düren 13:11. Absetzen kann sich Düren aber nicht, vor allem mit dem jungen Lüneburger Angreifer Richard Peemüller haben die Gäste Probleme. Lüneburg gleicht per Block zum 17:17 aus, Gevert blockt zurück: 19:17. Danach ist Dürens Angreifer im Glück, weil sein Aufschlag als Netzroller ins Lüneburger Feld tropft. Weniger mit Glück zu tun hat der folgende Block. Düren führt 22:18. Zum 23:19 rettet Gevert sein Team mit einem technisch anspruchsvollen Angriff. Den Satzball bereitet er mit einer Abwehr vor, Björn Andrae verwertet die Angriffschance zum 25:20.

Der Block entscheidet, Teil 1

Anschließend rührt Lüneburg mächtig Beton an mit dem Block. 4:1 führen die Gastgeber nach drei direkten Blockpunkten. Die SWD powervolleys kommen schnell zurück, Gevert verkürzt mit einem Ass auf 3:5, 5:6 heißt es nach starker Abwehr, die Björn Andrae verwertet, weil er den Block der SVG ausnutzt. Danach hat Lüneburg große Probleme mit Tim Broshogs Aufschlägen, der zweimal direkt punktet. Ein Angriffsfehler der Lüneburger und ein Gevert-Block bedeuten das 12:8 für Düren. Lüneburg hält den Kontakt mit dem nächsten Block von Dalton Solbrig, der schon zu Beginn des Satzes mehrfach zugepackt hatte. Mit dem nächsten kleinen Zwischenspurt zieht Düren auf 19:14 davon.

Wieder punktet Broshog mit dem Aufschlag, zudem verwertet Andrae die nächste schwere Chance im Gegenangriff. 20:14 heißt es, weil Michael Andrei nach starker Abwehr seines Teams im Gegenangriff über die Mitte punktet. Jetzt setzt Lüneburg nach einem Doppelwechsel zur Aufholjagd an. Die Mannen von Stefan Hübner blocken, der eingewechselte Florian Krage vollstreckt den Gegenangriff. Danach wird die SVG für seinen großartigen Einsatz mit dem 19:21 belohnt. Die SWD powervolleys verpassen anschließend zweimal die Chance zum 23:20. Lüneburg ist jetzt komplett im Spiel, verteidigt stark und wird für den Mut im Gegenangriff mit dem 22:22 belohnt. Trotzdem gelingt es Düren, die Nerven zu behalten. Den Ausschlag gibt am Ende ein starker Dürener Block zum 25:23.

Lüneburg wehrt sich gegen Dürener Auswärtssieg

Das erste Ausrufezeichen in Satz drei setzt Abwehrchef Blair Bann mit guter Abwehr, die Ernastowicz zum 3:2 veredelt. 4:2 heißt es nach dem nächsten Gevert-Netzroller, zum 6:3 blockt Tim Broshog. Lüneburg schlägt zurück, belohnt sich mit erfolgreichen Gegenangriffen zweimal für die gute Abwehr. Bis zum 16:16 entwickelt sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen, dann erkämpft sich Lüneburg die erste Führung im Satz, weil Stefan Hübners Mannschaft stark verteidigt und zum 19:18 mutig angreift. Zum 18:20 leistet sich Düren einen Annahmefehler, dann wird Gevert geblockt und Lüneburg führt 21:18. Den Satz lassen sich die Lünen-Hünen nicht mehr nehmen, sie bleiben stabil, während Düren sich in der zweiten Satzhälfte zu viele Wackler leistet.

Wechselnde Führung

Der Start in Satz vier missrät: Lüneburgs Solbrig blockt zum sechsten Mal. Gevert gleicht zum 2:2 mit einem Block aus. Nach starken Gevert-Aufschlag knallt Ernastowicz den Gegenangriff zum 4:3 ins Feld. Der Pole findet jetzt immer besser in die Partie, vor allem bei schweren Bällen im Gegenangriff erhält er vermehrt das Vertrauen von Spielmacher Tomáš Kocian-Falkenbach. Bestand hat die Dürener Führung nicht. Ein Missverständnis bedeutet das 8:9, ein Annahmefehler lässt Lüneburg das 10:8 bejubelt. Die nächsten fünf Punkte gehen allesamt an die SWD powervolleys, weil Gevert stark aufschlägt, ein Ass serviert und zwei Broshog-Blockpunkte vorbereitet. Für den Rest des Satzes, in dem Ernastowicz immer mehr Verantwortung übernimmt, gelingt es Düren zweimal, einen Vorsprung herauszuspielen, zweimal kommt die SVG wieder ran. Zunächst zum 12:13 aus Sicht der Gastgeber. Dann vollstreckt Ernastowicz zwei Gegenangriffe zum 15:12.

Ernastowiczs Block entscheidet

Die SWD powervolleys führen sogar 20:14 und müssen trotzdem zittern, weil Lüneburg kämpferisch alles in die Waagschale legt und Punkt für Punkt aufholt. Den ersten Matchball beim 24:22 für Düren wehren sie ab. Beim zweiten haben sie nach einem Missverständnis im Spielaufbau der SWD powervolleys den Ball zum Ausgleich auf ihrer Seite. Den Bruchteil einer Sekunde später bejubelt Ernastowicz die wichtigste Aktion des Spiels: Er blockt den Lüneburger Angriff, Düren gewinnt 25:23 und die Partie damit 3:1.

„Das ganze Team hat ihn mit Vertrauen unterstützt, Marcin hat das zurückgezahlt. Das kann für einen jungen Spieler, der sich erst an das Niveau in der Bundesliga gewöhnen muss, sehr wichtig sein.“ Trainer Rafał Murczkiewicz

„Marcin hat ab dem dritten Satz viele wichtige Punkte für unser Team gemacht“, sagt Murczkiewicz über seinen polnischen Landsmann. „Das ganze Team hat ihn mit Vertrauen unterstützt, Marcin hat das zurückgezahlt. Das kann für einen jungen Spieler, der sich erst an das Niveau in der Bundesliga gewöhnen muss, sehr wichtig sein.“

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