Ein jecker Arbeitssieg

Alle jeck? Zac Hutechson (rechts) und seine Mitspieler feiern im Karnelvalstrikot einen Punkt gegen Freiburg. Foto: powervolleys

 

In der Volleyball Bundesliga tun die SWD powervolleys Düren das, was nötig ist, um Platz drei zu sichern und den Kontakt zum Spitzenduo Lüneburg und Berlin zu halten. Im Karnevals-Heimspiel schlagen sie die FT Freiburg mit 3:1. 25:19, 29:27, 22:25, 25:13 lauten die Satzergebnisse in einer Arena Kreis Düren voll mit jecken Karnevalsfans. Düren überzeugt nicht spielerisch, aber mit Einsatz gegen einen Gegner, der genau das auch kann. „Wir haben heute keinen Schönheitspreis gewonnen“, sagt Trainer Christophe Achten. „Aber wir sollten daran denken, dass wir zum dritten Mal innerhalb von sechs Tagen gespielt haben und die beiden Spiele vorher über fünf Sätze gingen. Deswegen bin ich zufrieden“, fügt Christophe Achten hinzu.

Zeit zum Aufladen

Die Spielfrequenz nimmt jetzt ab, erst am Sonntag nächster Woche müssen die SWD powervolleys wieder ran. „Unser Team ist müde. Jetzt haben wir Zeit, um wieder aufzuladen und im Training zu arbeiten. In den vergangenen Tagen hatten wir dazu kaum Gelegenheit.“

Stark gestartet, leicht nachgelassen

Offenbar inspiriert von dem Spalier aus Karnevalisten, durch das die Spieler wenige Minuten vorher eingelaufen sind, legt Düren los wie die Feuerwehr. Weil zuerst fast alles klappt, vor allem der Block, ist Düren auf 8:3 weg. Die Gäste zeigen sich nicht beeindruckt. Im Gegenteil, sie verkleinern den Rückstand schnell und verkürzen auf 11:12. Düren muss neu fokussieren und schafft das mit clever platzierten Aufschlägen von Kapitän Gregor Pernus, auf die Freiburg mit zwei Angriffsfehlern reagiert. Düren führt 19:15 und bleibt jetzt am Drücker.

Am Ende doch gewonnen

Den deutlichen Warnschuss hat das Heimteam nur teilweise gehört. Denn im zweiten Satz sind es lange die Freiburger, die energischer und kompakter auftreten und zwischenzeitlich beim 11:7 mit vier Punkten führen. Düren verkürzt mit zwei Blockpunkten auf 17:18 und übernimmt mit zwei erfolgreichen Gegenangriffen über Zac Hutcheson beim 24:23 die Führung. Es dauert allerdings noch, bis die Gastgeber mit einem Block von Petteri Tyynismaa den Satz mit 29:27 zumachen.

Freiburg belohnt sich

Frühe Führungen sind offenbar nicht gut für die Dürener Konzentration. So auch in Satz drei, in dem die SWD powervolleys schnell 4:1 führen, aber nach Freiburger Assen den 10:10-Ausgleich kassieren. Die nächste kleine Dürener Führung kontert Freiburg wieder mit zwei Assen und führt 17:16. Die Führung wechselt, aber Freiburg bleibt konsequenter und blockt zum 22:21. Ein Dürener Netzfehler bringt Freiburg beim 24:22 Satzbälle. Die Gäste blocken und feiern den ersten Satzgewinn.

Düren spielt sich frei

In Satz vier dann endlich spielt das Team ein Lächeln auf die Lippen des bis dato eher ernst dreinblickenden Trainers Christophe Achten. Denn jetzt legen die SWD powervolleys gegen schnell überforderte Freiburger endlich die Konsequenz an den Tag, die ihnen von Anfang an gutgetan hätte. 5:2 führt Düren nach einem krachenden Gegenangriff von Petteri Tyynismaa. Zac Hutcheson legt einen weiteren Gegenangriff und einen Block nach und Düren führt 7:2. Wenig später ist Düren dann richtig ins Rollen gekommen. Zum 13:8 kratzt Gregor Pernus einen Ball noch vom Boden. Sjors Tijhuis hat danach die große Übersicht und pritscht den Ball ins hintere Freiburger Spielfeld-Eck. Freiburg lässt abreißen, aber Düren bleibt konsequent und liefert noch einen Ball für die Galerie. Nämlich eine Abwehr, die zum zweiten Ball in den Händen von Mittelblocker Philipp Lauter landet. Der legt in bester Zuspieler-Manier kurz auf Zac Hutcheson ab, der es zum 21:12 in einem längst entscheidenden Satz und damit Spiel klingeln lässt.