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Am Bodensee hinterher gelaufen

16. Januar 2021

In der Volleyball-Bundesliga kassieren die SWD powervolleys Düren ihre bislang deutlichste Niederlage. Mit 0:3 bleibt das Team gegen einen starken VfB Friedrichshafen weitgehend chancenlos. 23:25, 19:25, 19:25 lauteten die Satzergebnisse. Die SWD powervolleys verlieren das dritte Spiel in Folge und bleiben auf Platz drei der Tabelle.

Sebastian Gevert (l.) und Lucas VanBerkel konnten mit den SWD powervolleys nichts Zählbares vom Bodensee mitnehmen. Foto: VfB/Kram

Zwar erwischte der Tabellenführer keinen Tag mit einem Bombenaufschlag nach dem anderen. Aber das, was über das Netz kam, hatte viel zu oft Wirkung auf Dürener Seite, weil es den Spielaufbau störte. Entsprechend oft konnte Friedrichshafen die Dürener Bälle anschließend entweder einsammeln und mit dem Gegenangriff verwerten oder direkt mit dem Block punkten. Dieses Muster zog sich durch alle Sätze.

Friedrichshafen beeindruckt

„Wir müssen ganz klar anerkennen, dass Friedrichshafen ein beeindruckendes Spiel abgeliefert hat“, sagte Dürens Trainer Rafał Murczkiewicz. „Bei uns war das Selbstvertrauen nicht so hoch wie bis zur Weihnachtspause. Wir sind zu schnell hektisch geworden, wenn ein, zwei Dinge nicht funktioniert haben.“ Vor allem der sonst meist so starke Dürener Angriff aus schweren Situationen funktionierte gegen einen gut eingestellt Gegner selten.

„Nach dem Satz haben wir gedacht: Okay, wir können zurückkommen und wir sind im Spiel. Das waren zwei Fehleinschätzungen“, sagte Murczkiewicz.

Im ersten Satz hatte Düren trotz 15:20-Rückstand am Ende sogar die Chance, gleichzuziehen. Mit 23:25 verloren die SWD powervolleys. Mit einem verwertetem Gegenangriff kurz vor Schluss hätten die Gäste gleichstellen können. Die Chance konnte Düren nicht nutzen, sonst hätte es was werden können mit der Aufholjagd, die nötig geworden war, weil Dürens Spielaufbau zwischenzeitlich gegen den VfB-Aufschläge gewackelt hatte.

Zwei Fehleinschätzungen

„Nach dem Satz haben wir gedacht: Okay, wir können zurückkommen und wir sind im Spiel. Das waren zwei Fehleinschätzungen“, sagte Murczkiewicz. Denn es war der VfB, der in der Lage, sein Niveau in der Folge noch einmal zu steigern.
Hinterherlaufen war deswegen auch im zweiten Satz das einzige, was Düren übrig blieb: Mit dem eigenen Aufschlag entwickelte die Mannschaft zu wenig Druck, Friedrichshafen schaffte es dagegen, den Spielaufbau des Gegners zu stören. Diesmal gab es keine richtige Aufholjagd. Nach zwei Blockpunkten zum 21:14 für Friedrichshafen war der Durchgang durch. Angefangen hatten die Probleme erneut direkt zu Beginn, als der VfB 4:0 führte, weil er eine wacklige Dürener Annahme nutzen konnte.

VfB erstickt Hoffnung im Keim

Danach starteten die Gäste besser in den Satz, verteidigte die Angriffe des VfB und griff mutig an. 6:3 hieß es nach einem schönen Hinterfeldangriff von Marcin Ernastowicz. Der VfB erstickte die aufkeimende Dürener Hoffnung aber schnell, blockte sich zum 6:6 und übernahm ab dem 10:9 die Kontrolle. Es war weitgehend das selbe Muster wie in den Sätzen zuvor: Düren produzierte gegen gute Häfler Aufschläge zwar wenig direkte Fehler. Trotzdem lahmte der Angriff. Das konnte der Rekordmeister vom Bodensee immer wieder nutzen, um zum Gegenangriff auszuholen. Und dabei war der junge Deutsche Linus Weber aus Sicht der SWD powervolleys viel zu selten zu halten. Der VfB legte auf 18:15 vor, packte noch einen Block obendrauf und die Entscheidung im Satz und im Spiel war früh gefallen.

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