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Berlin schießt Düren ab

19. Oktober 2024

Kaum ein Durchkommen. Nur selten können sich die SWD powervolleys behaupten, wie hier François Huetz. Foto: powervolleys

Keine Chance für Düren: So deutlich wie am Samstagabend haben die SWD powervolleys den Volleyball Bundesliga-Klassiker gegen die Berlin Recycling Volleys lange nicht mehr verloren. Mit einem klaren 0:3 musste Düren die Überlegenheit des deutschen Dominators anerkennen. 17:25, 23:25, 12:25 lauteten die Satzergebnisse. Berlin war in jedem Element besser. Besonders deutlich war die Dominanz im Aufschlag, mit dem die Gäste das Heimteam phasenweise auseinanderschossen.

Gegner lässt nichts zu

„Wir kämpfen gerade darum, uns zu steigern. Wenn der Gegner das nicht zulässt und so dominiert, dann ist das schwer. Dann fallen wir in Probleme zurück“, kommentierte Dürens Trainer Christophe Achten. „Ich habe ein, zwei Dinge gesehen, die mich zuversichtlich stimmen. Aber was jetzt zählt ist arbeiten, arbeiten, arbeiten, damit wir in ein paar Wochen stabiler sind.“

Berlin Aufschlag macht den Unterschied

Im ersten Satz gab es einen deutlichen Unterschied zwischen Berlin und Düren. Der Meister war im Aufschlag deutlich besser: Weniger Fehler, mehr Wirkung. So bauten die Berlin Recycling Volleys den Vorsprung von Anfang an kontinuierlich aus. Zum 7:8 kam Düren mit einem satten Block von Robbe van de Velde noch einmal ran. Danach zog Berlin weg, weil der Gast das Dürener Spiel mit guten Aufschlägen lähmte, während die Gastgeber sich in diesem Element in einem Satz sieben Fehler leisteten und das, was kam, zu harmlos war. Zwei Dürener Angriffsfehler und ein massiver Berliner Block zum 15:22 – die Verhältnisse waren früh klar.

Mit dem Rücken zur Wand

Und sie wurden noch klarer. Noch ehe Satz zwei begonnen hatte, war er eigentlich schon wieder vorbei. 2:11 lagen die SWD powervolleys zurück, weil sie mit den taktisch starken Aufschlägen der Berliner überfordert waren. Christophe Achten tauschte das halbe Team aus. Und es wirkte. Mit dem Rücken zur Wand wählte Düren den einzigen Weg, den es noch gab: vorwärts. Die eigewechselten Gregor Pernuš und François Huetz blockten, Michael Andrei tat es ihnen gleich. Lennart Bevers kam für den Aufschlag und ärgerte die BR Volleys mächtig. Der Meister blieb auf der Stelle stehen, Düren kam näher und näher, die Arena Kreis Düren wurde lauter und lauter. Erst recht, als Robin Baghdady mit einem Ass den Ausgleich zum 21:21 besorgte. Danach machte ein Ball den Unterschied. Berlins Johannes Tille servierte stark, Düren wackelte, produzierte in der Folge einen Angriffsfehler, der das 23:21 für die Gäste bedeutete. Den knappen Vorsprung brachte der Meister ins Ziel.

Berlin schlägt brutal zu

Wer jetzt dachte, dass Berlin sich beeindruckt zeigen würde – Fehlanzeige. Den Spannungsabfall innerhalb des eigenen Teams zurvor nahm der Meister als Motivation, um mit voller Wucht zuzuschlagen. Nationalspieler Johannes Tille prügelte vier starke Aufschläge ins Dürener Feld. Ein Ass gelang ihm, alle anderen Dürener Bemühungen wehrte der Gast mit nachhaltig guter Feldabwehr ab und schlug eiskalt im Gegenangriff zurück. Viel zu schnell stand es 0:5 aus Dürener Sicht. Sichtlich getroffen produzierte Düren jetzt Fehler, während Berlin vor allem in Person von Jake Hanes einen Gegenangriff nach dem anderen versenkte. 4:11 lautete der Rückstand viel zu schnell. Und dann war es wieder Johannes Tille, der alle Dürener Hoffnungen auf irgendwas im Alleingang beerdigte, indem er ein Ass nach dem anderen servierte. Düren war getroffen und ging unter: 7:19. Jakes Hanes legte noch eine beeindruckende Aufschlagserie nach. Das 12:25 war die brutale Folge für Düren.

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