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powervolleys

Chancenlos im Pokalfinale

16. Februar 2020

Der Traum vom ersten Titel für den Volleyball-Bundesligisten SWD powervolleys Düren ist jäh geplatzt. Im Pokalfinale waren die Berlin Recycling Volleys übermächtig: Vor 11000 Zuschauern in der Mannheimer SAP Arena hatte Düren keine Chance. Mit 0:3 (12:25, 18:25, 22:25) hat das Team gegen den deutschen Meister den Kürzeren gezogen. „Wir haben schlecht aufgeschlagen und konnten Berlin nicht in Bedrängnis bringen. Und dann hast du gegen deren Physis einfach kaum Chancen“, analysierte Spielmacher Tomas Kocian.

Früh chancenlos

Zu Beginn waren die SWD powervolleys nicht lange in Schlagweite. Ein Angriffsfehler von Kapitän Michael Andrei bedeutete das 3:5. Es folgte ein Berliner Block gegen Björn Andrae und ein Ass des US-Amerikaners Benjamin Patch, den Düren so gut wie nie stoppen konnte. Berlin blieb druckvoll im Aufschlag und erarbeitete sich Chancen zum Gegenangriff. Nach starken Zuspielen des russischen Olympiasiegers Sergej Grankin begann die Patch-Flugshow. Aus beeindruckender Höhe versenkte er seine Angriffe im Dürener Feld. Berlin war auf 14:6 enteilt, zwei Blockpunkte des Meisters gegen Sebastian Gevert zum 16:7 besiegelten das Dürener Schicksal in Satz eins früh.

Große Unterstützung trotz deutlicher Niederlage: Dürens Fans stehen hinter der Mannschaft. Foto: powervolleys

Die Patch-Show

Satz zwei ließ sich nicht besser an. Nach dem nächsten Block führte Berlin 9:6. Drei Annahmefehler und einen weiterer Patch-Kracher später lag der Meister 19:13 vorne – ohne Chance für Düren auf eine Rückkehr in das Spiel. Das aktuelle Formtief der SWD powervolleys hält an. Aktuell schafft es die Mannschaft nicht, gute Trainingsleistungen auf das Spielfeld zu bringen. „Wir haben vier Tage vorher zu Hause gegen Rottenburg verloren. Da muss schon viel passieren, damit es uns vor 11000 Zuschauern gelingt, den Schalter umzulegen“, sagte Kocian.

Besser im Spiel

Aufgegeben hat sich Düren angesichts der Übermacht des Gegners trotzdem nicht. In Satz drei gelang es dem Team von Trainer Stefan Falter, etwas mehr Zugriff auf das Spiel zu finden. Nach einem Patch-Angriffsfehler führte Düren 4:2, zum 12:10 gelang Tobias Brand der erste Block gegen den US-Amerikaner in dieser Partie. Anschließend stellte Berlins Samuele Tuia die SWD powervolleys mit seinen Aufschlägen vor große Probleme, die das 12:14 aus Dürener Sicht bedeuteten. Ein seltener Berliner Angriffsfehler bedeutete das 14:14, anschließend servierte Gevert ein Ass zum 15:14. 16:14 hieß es nach dem nächsten Berliner Fehler. Es folgte der nächste Teil der Patch-Show. Nach starker Abwehr seines Team donnerte er den Ball zum 16:16 ins Dürener Feld, genau wie zum 16:17. Anschließend blockte der Meister. Ein Dürener Annahmefehler brachte Berlin das 20:17 und ein Block schließlich die Vorentscheidung zum 24:20. „Berlin hat in diesem Spiel einfach keine Schwäche gezeigt. Wir haben nichts gefunden, was wir hätten nutzen können“, resümierte Tobias Brand.

Berliner Übermacht: Im Pokalfinale war für Tobias Brand und die SWD powervolleys nicht viel zu holen. Foto: powervolleys

Der Blick in die Statistik belegt die Berliner Überlegenheit. Die BR Volleys verwandelten 71 Prozent ihrer Angriffe direkt zu Punkten – eine Quote, die in der Volleyball Bundesliga nur selten zu finden ist. Die SWD powervolleys standen mit ihren 40 Prozent auf verlorenem Posten.

Bestnoten für die Fans

Bestnoten vergaben die Dürener Spieler an ihre Fans. „Die sind einfach geisteskrank, auf eine sehr positive Weise. Bei uns läuft es im Moment nicht. Trotzdem kommen so viele nach Mannheim und unterstützen uns“, kommentierte Kocian. Tobias Brand konnte sich dieser Meinung anschließen. „Im dritten Satz lief es bei uns etwas besser. Unsere Fans hast du aber die ganze Zeit über gehört. Das hat sich toll angefühlt“, sagte er nach seinem ersten Auftritt auf einer Bühne dieser Größe.

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