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Düren lässt Dachau ins Spiel

28. September 2024

François Huetz und die SWD powervolleys mussten sich auswärts in Dachau länger wehren als ihnen lieb war. Foto: ASV Volleys

Zweites Spiel, zweiter Sieg: In der Volleyball Bundesliga gewinnen die SWD powervolleys Düren auswärts gegen die ASV Volleys Dachau. Das Ziel, drei Punkte beim Außenseiter aus Bayern zu holen, haben die Dürener allerdings nicht erreicht. Sie gewinnen mit 3:2 (25:13, 25:22, 22:25, 21:25, 15:9) und bringen damit zwei Punkte zurück ins Rheinland. Der Grund dafür ist ein deutlicher Leistungsabfall auf Dürener Seite, der sich schon in Satz zwei andeutete und darin mündete, dass der Aufschlag der SWD powervolleys anschließend phasenweise gar nicht mehr stattfand. Am Ende konnte das Team aber – wie schon eine Woche zuvor gegen Lüneburg – nach zwei verlorenen Sätzen in Folge im Tiebreak den Hebel umlegen. „Das ist ein verlorener Punkt. Den müssen wir irgendwo anders zurückholen“, fasste Trainer Christophe Achten die Partie zusammen. „Wir haben ein komplett neues Team und suchen unsere Konstanz noch. Das ist das Ziel für die kommenden Spiele.“ Positiv merkte der Trainer an, dass es seinem Team am Ende in den entscheidenden Momenten gelungen sei, einen Außenseiter mit Rückenwind trotzdem zu bremsen.

Dürener Dominanz

Düren dominiert den ersten Satz in Dachau deutlich. Matthew Neaves besorgt mit zwei starken Aufschlägen das 6:3. Der kanadische Angreifer ist auch im Angriff nicht zu halten und stellt nach erfolgreicher Abwehr auf 14:7. Robin Baghdady tut es ihm zum 15:7 gleich. Da ist der Satz schon so gut wie entschieden, aber Neaves hat noch nicht genug, weil er noch ein Ass im Ärmel hat und zum 18:8 einen Ball spitz in den Drei-Meter-Raum der Dachauer hämmert.

Am Ende besser

In Satz zwei führen die SWD powervolleys wieder schnell mit 9:5, weil Robin Baghdady nach starker Abwehr von Shohei Nose einen Ball überlegt tief im Dachauer Feld platziert, Robbe van de Velde ein Ass serviert und François Huetz im Block zupackt. Danach lässt die Mannschaft mit ihrer Intensität nach. Das bestrafen die Dachauer sofort, weil sie ihre Chance wittern und nutzen. Nach einem Dürener Annahmefehler und zwei mutigen Gegenangriffen der Gastgeber steht es 11:11. Das Spiel ist jetzt lange eng, Huetz blockt sein Team zum 18:16. Dann sorgt Düren doch schnell für die Vorentscheidung, weil Gregor Pernuš zum 20:17 serviert und Neaves zum 21:17 blockt. Der Durchgang geht mit 25:22 an Düren.

Aufschlagdruck lässt nach

Selbst eine schnelle Dürener 3:0-Führung reicht anschließend nicht mehr, um die aufgewachten Dachauer abzuschütteln. Das junge Team aus Bayern verteidigt leidenschaftlich und greift mutig an. Es entwickelt sich ein offener Schlagabtausch, in dem Düren sogar nach einem 7:10-Rückstand zurückkommen muss. Der Aufschlagdruck der SWD powervolleys lässt deutlich nach und der Außenseiter wird für seinen Mut im Gegenangriff belohnt. Zwar markiert Huetz mit einem Ass noch einmal die 19:17-Führung für Düren. Auch das stoppt die Bayern nicht. Sie erarbeiten sich Chancen zum Gegenangriff, nutzen sie und gehen mit 24:22 in Führung. Danach sind sie zum ersten Mal überhaupt im Block gegen Neaves zur Stelle und bejubeln den ersten Satzgewinn ihrer Saison.

Aufschlag nicht mehr vorhanden

Davon beflügelt werden die Gastgeber noch mutiger, während Düren zu stagnieren scheint. Der Aufschlag ist entweder harmlos oder fehlerhaft. Das hat zur Folge, dass die Bayern sich Schritt für Schritt absetzen. Einen 3:6-Rückstand gleicht Düren noch einmal aus, aber danach kippt der Satz in Richtung der Dachauer. Düren nutzt seine Chancen im Gegenangriff nicht, der Gegner dagegen schon.10:15 heißt es nach einem Annahmefehler, 11:17 nach einem Block der Gastgeber. Und der Aufschlag wird mit einer katastrophalen Fehlerquote zur großen Dürener Schwäche. Zwar können die SWD powervolleys die Fehler danach minimieren und bis auf 20:23 verkürzen. Aber trotzdem schmettert sich der Außenseiter in den Tiebreak und feiert den ersten Punktgewinn der Saison.

Vorwärtsgang doch noch gefunden

Mit dem Rücken zur Wand wählt das Team dann endlich wieder den Vorwärtsgang. Robbe van de Velde verteidigt, Robin Baghdady vollstreckt zum 2:0. Matt Neaves findet seinen Aufschlag wieder in Form eines Asses zum 6:3, van de Velde legt einen Gegenangriff zum 7:3 nach. Der eingewechselte Tomi Saarinen blockt zum Matchball (14:9), wieder Neaves mit einem Ass macht den Sack zu.

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