Gegen die Netzhoppers Selbstvertrauen getankt

Düren baut eine Block-Mauer auf. Am Ende war für die Netzhoppers kaum ein Durchkommen. Foto: powervolleys

In der Volleyball Bundesliga erkämpfen sich die SWD powervolleys Düren kurz vor dem Beginn der Playoffs wichtiges Selbstvertrauen zurück. Sie schlagen die Energiequelle Netzhoppers Königs Wusterhausen mit 3:1. 23:25, 25:18, 25:21, 25:15 lauteten die Satzergebnisse einer Partie, in die sich die Gastgeber nach einem Stotter-Start hereinkämpfen konnten.

Zuerst mit Zweifel, dann mit Entschlossenheit

Aufschlag besser, Block besser – so lautet die gute Nachricht nach den zuletzt nicht immer souveränen Auftritten. „Das war wichtig für unser Selbstvertrauen. Ich weiß gar nicht, warum wir im ersten Satz mit Zweifel gespielt haben. Aber danach haben wir uns gegen ein gutes Team durchgesetzt“, fasste Trainer Christophe Achten die Partie zusammen.
Düren bleibt damit Vierter und ist weiter punktgleich mit dem VfB Friedrichshafen. Ohne fremde Hilfe ist Platz drei als Ausgangsbasis für die Playoffs allerdings nicht mehr möglich. Düren muss das letzte Spiel in Haching am Samstag gewinnen und darauf hoffen, dass Friedrichshafen bei den Netzhoppers Punkte liegen lässt.

Kyle Paulsons Einfluss

Die wichtigste Botschaft des Abends: Der erste Kontakt läuft wieder besser, also der eigene Aufschlag oder die Annahme der gegnerischen Aufschläge. Da hatten die SWD powervolleys zuletzt geschwankt. Jetzt konnten sie einen Gegner schlagen, der genau hier seine Stärken hat. „Für uns war das sehr wichtig, zu sehen, dass unsere Arbeit im Training im Spiel endlich Früchte trägt“, sagte Mittelblocker Kyle Paulson. Der US-Amerikaner hatte maximalen Anteil an dem Moment, in dem sein Team die Partie zu seinen Gunsten kippte.

Die Netzhoppers schocken Düren

Das war nötig, weil die Netzhoppers Düren am Ende des ersten Satz geschockt hatten. Die Brandenburger sind bekanntermaßen eines der gefährlichsten Aufschlag-Teams der Liga. Und so gab es in Satz eins einen Schlagabtausch mit vielen wechselnden Führungen und der Entscheidung ganz zum Schluss. Zwei druckvolle Aufschläge der Gäste, zwei Punkte und die Netzhoppers führten 1:0 nach Sätzen.

„Schluss mit lustig“, sagte sich anschließend Kyle Paulson. Beinahe im Alleingang drehte er einen Rückstand zu Beginn des Satzes von der Aufschlaglinie. Drei Asse und zwei Wirkungstreffer im Aufschlag später führte Düren 10:5 und rollte ab sofort. Wieder mit Kyle Paulson, der zweimal mit seinem Block zupackte. Düren führte 20:11. Zwar mussten die SWD noch drei Gegenangriffe der kämpferischen Gäste hinnehmen. Am deutlichen 25:18-Satzgewinn änderte das nichts mehr. Und an der Partie auch nichts mehr. Denn ab sofort war Düren im dritten Satz besser, im vierten Satz dann vor allem im Block deutlich überlegen.