Drei Punkte gegen Warnemünde

Sjors Tijhuis erzielte die meisten Angriffspunkte für Düren. Foto: powervolleys

 

Teil 1 der doppelten Mission war schon einmal ein Erfolg: In der Volleyball Bundesliga gewinnen die SWD powervolleys Düren das erste von zwei Heimspielen an einem Wochenende. Sie schlagen den Aufsteiger SV Warnemünde glatt mit 3:0. 25:14, 25:21, 25:23 lauteten die Satzergebnisse in der Arena Kreis Düren. Düren bleibt in der Tabelle Dritter und hat nicht viel Zeit zum Ausruhen. Am Sonntag ab 17 Uhr folgt Teil zwei mit einem Heimspiel gegen den VC Olympia Berlin.

Respekt an Warnemünde

„Zuerst einmal Respekt an Warnemünde. Sie haben nach dem deutlich verlorenen ersten Satz nicht aufgehört und uns das Leben schwer gemacht“, sagte Trainer Christophe Achten. Im dritten Satz mahnte er sein Team in einer Auszeit, mehr als die aktuellen 80 Prozent zu geben. Das gelang in der zweiten Spielhälfte nur teilweise. „Es ist schwer, den Fokus hochzuhalten. Am Ende gewinnen wir 3:0 und schonen Kräfte. Das ist auch was wert“, fasste der Trainer zusammen.

Der erhoffte Sprung auf Platz zwei kann am Sonntag mit drei Punkten nicht gelingen. Meister Berlin Recycling Volleys verteidigt den ersten Verfolgerplatz mit einem 3:1-Auswärtssieg beim Tabellenführer SVG Lüneburg. Gewinnt Düren am Sonntag, dann ergibt sich eine spannende Tabellenkonstellation: Lüneburg und Berlin haben 48 Punkt, Düren wäre direkt dahinter mit 47.

Spiel in zwei Phasen

Das Spiel gegen den mit viel Spielfreude agierenden SV Warnemünde verlief in zwei Phasen. In der ersten hatte Düren viel Spaß und ließ im ersten Satz auch nicht locker, als die Führung deutlich und der Gegner völlig überfordert war. Philipp Lauter sorgte mit einem Ass für das 4:1. Anschließend hatte der Gegner viel Respekt vor der gut postierten Block- und Feldabwehr der Gastgeber. Einige Angriffe landeten deswegen im Aus. Nach zwei erfolgreichen Gegenangriffen von Robin Baghdady war Düren auf 15:9 weg und ließ nicht locker. Das zeigte Sjors Tijhuis beim Satzball beim Stand von 24:14. Mit Anlauf hechtete einem Ball hinterher und konnte diesen sicher. Zwei Ballkontakte später hämmert Petteri Tyynismaa den Gegenangriff ins Feld.
Die zweite Phase begann Mitte des zweiten Satzes, als Düren den Gegner zuerst weiter deutlich beherrschte und nach ähnlichem Muster wie zuvor schnell 14:8 enteilt war. So blieb die Partie nicht. Die SWD powervolleys produzierten plötzlich mehrere leichte Fehler im Angriff, während die Gäste das taten, was sie am besten können: mit Spaß spielen und punkten. Der Dürener Vorsprung schmolz bis zum 21:18. Mehr ließ Düren nicht anbrennen.

Norddeutsche Nadelstiche

Die Lust der Gäste war aber jetzt geweckt und sie schlugen im dritten Satz immer wieder mit sehenswerten Aktionen zurück. Zur 8:6-Führung setzten sie einen sehenswerten Block und blieben jetzt im Spiel. Zwar eroberte Düren die Führung mit Gegenangriffen von Sjors Tijhuis und Philipp Lauter zurück. Aber absetzen konnten sie sich nicht mehr deutlich. Auch nicht, als es so aussah beim Stand von 17:13. Der Gast blockte noch zweimal und schob ein Ass zum 20:21 nach. Der Block blieb das Element, mit dem die Norddeutschen Nadelstiche setzten. Zwar leisteten sie sich einen Angriffsfehler, der Düren beim 24:21 Satzbälle brachten. Dann packten sie wieder zu, verkürzten auf 23:24 und zwangen Christophe Achten noch einmal zu einer Auszeit. Der nächste Punkt und damit das Spiel ging an Düren.